23 August 2016 - 04:42
Ankara: Normalisierug der Beziehungen zu Israel bedeute nicht Schweigen gegenüber Verbrechen gegen Palästinensern

Die Normalisierung der Beziehungen zu Israel bedeute nicht, dass die Türkei gegenüber den israelischen Verbrechen an den Palästinensern schweigen werde, unterstrich heute das türkische Außenministerium in einer Mitteilung.

Wie es am Montag auf der Webseite des Außenministeriums hieß, werde sich  die Türkei weiterhin  für die Rechte der Palästinenser einsetzen  und gegen das unmenschliche Verhalten Israels, das im Gegensatz zu dem  Völkerrecht stehe,  protestierten. Ferner übte das Außenministerium scharfe Kritik an der Bombardierung einiger Regionen im Gaza durch Israel und sagte, dass diese Anschläge große Schäden für die palästinensischen Zivilisten verursachen hätten und keineswegs akzeptabel seien.

Das türkische Parlament hat am Samstag einen Schlussstrich unter die jahrelange Konfrontation mit Israel gezogen und einem zwischen den Regierungen beider Staaten ausgehandelten Versöhnungsabkommen zugestimmt.

Die Vereinbarung sieht die Zahlung von 20 Millionen Dollar Entschädigung durch Israel an die Hinterbliebenen eines tödlichen Militäreinsatzes vor der Küste des Gaza-Streifens vor sechs Jahren vor. Israelische Marine-Kommandos hatten im Mai 2010 mehrere aus der Türkei ausgelaufene Schiffe gewaltsam daran gehindert, die See-Blockade des Gaza-Streifens zu durchbrechen. Bei dem Militäreinsatz starben zehn Türken an Bord der Schiffe.